Sensation: Olympia besiegt BayernStarensemble mit 2:0
Das „Jahrhundertspiel“ hat seinen Titel doppelt verdient: Verbandsligist FV Olympia Laupheim beschenkte sich zu seinem 100. Geburtstag mit einer historischen Sensation, indem er vor der Rekordkulisse von 11 000 Zuschauern im Olympia-Stadion den FC Bayern München mit 2:0 besiegte.
Man muss sich den Vergleich einfach vor Augen führen. Hier der FC Bayern München, Bundesliga-Nobelklub, 18-facher Deutscher Meister, Weltpokalsieger, Gewinner der Champions League, erfolgreichster deutscher Fußballverein aller Zeiten. Dort der FV Olympia Laupheim, Verbandsligist, Landesligameister 2003, dreifacher Oberschwabenmeister. Hier Spieler wie Zé Roberto (61 A-Länderspielefür Brasilien), Oliver Kahn (436 Bundesligaspiele), Michael Ballack (48 Bundesligatore) oder Lucio (Größter Erfolg: Weltmeister 2002). Dort Emin Kaval (4 Verbandsligaeinsätze), Andreas Mensch (2 Verbandsligatore) oder Holger Bachthaler (Größter Erfolg: „Die Geburt meines Sohnes“). Und dann dieses Ergebnis: 2:0 für Laupheim. In Worten: zwei zu null. „Wir wollen schauen, dass dieZuschauer ihren Spaß haben, und vielleicht können wir ja ein oder zwei Tore schießen“, hatte Olympia-Kapitän Oliver Unsöld, dessen Bundesligabilanz mit dem SSV Ulm 1846 gegen den FC Bayern München 0:5 lautet, vor dem Spiel verkündet.
„Das wird eng“, diktierte Bayern-Trainer Felix Magath der SZ-Reporterin auf die Frage nach dem möglichen Ergebnis scherzhaft in den Block.
Die Zuschauer hatten ihren Spaß, sofern sie Olympia-Fans waren, und es wurdeeng. Zu eng für den deutschen Rekordmeister, der wie versprochen mit all seinen Stars angetreten war. Diese staunten ebenso wie die 11 000 Zuschauer nicht schlecht, als Istvan Borgulya nach gerade 100 Sekunden den Ball aus 18 Metern zum 1:0 in die Maschen drosch. Es sollte Symbolcharakter haben, dass Nationaltorhüter Oliver Kahn – 72 Länderspiele – wie zur Säule erstarrt dem Ball hinterherblickte.